Demokratie, Toleranz und Gewaltfreiheit als Erziehungsprinzip

Demokratie ist nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis menschlicher Erziehung. Schule hat neben dem fachlichen Lernen einen klaren Erziehungsauftrag. Vor dem Hintergrund der zunehmenden sozialen Spaltung unserer Demokratie und angesichts der gegenwärtigen Gefahren wie Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus muss die Demokratieerziehung im Schulalltag fest verankert sein. Für uns ist Schule der Ort in der Gesellschaft, an dem junge Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit vielfältigen kulturellen und religiösen Hintergründen zusammenkommen und auf individueller Ebene demokratische Handlungskompetenz ausbilden. Um dem gerecht zu werden, müssen demokratische Prinzipien den gesamten Schulalltag durchdringen. Besonders wichtig ist uns neben dem Erwerb von Wissen über demokratische Prinzipien, Institutionen, Grundwerte und um Beteiligungsformen, die Fähigkeit Konflikte gewaltfrei zu lösen sowie verantwortlich und emphatisch zu handeln.

Darum setzen sich Unterrichtende aller Fachbereiche aktiv, präventiv und kontinuierlich für die Akzeptanz sexueller, geschlechtlicher, religiöser und kultureller Vielfalt ein.

Demokratieerziehung bedeutet Demokratie lernen und leben. Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung partizipativer Strukturen an unserer Schule ist das Magdeburger Manifest, der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik:

„Die Forderung, Demokratie lernen und Demokratie leben in der Schule miteinander zu verbinden, hat Konsequenzen für Ziele, Inhalte, Methoden und Umgangsformen in jedem Unterricht sowie für die Leistungsbewertung. Daraus folgt die Bedeutung des Projektlernens als einer grundlegend demokratisch angelegten pädagogischen Großform. Demokratie lernen und leben in der Schule impliziert die Forderung, Mitwirkung und Teilhabe in den verschiedenen Formen und auf den verschiedenen Ebenen des Schullebens und der schulischen Gremien zu erproben und zu erweitern, und verlangt die Anerkennung und Wertschätzung von Aktivitäten und Leistungen, mit denen sich Schüler und Lehrer über die Schule hinaus an Aufgaben und Problemen des Gemeinwesens beteiligen.“ (aus Magdeburger Manifest, 2005)

An unserer Schule heißt das z.B. konkret:

Verlegung von Stolpersteinen als Beitrag der Gedächtniskultur und Demokratieerziehung

Aktion Stolpersteine

Begegnungen und Diskussionsrunden mit Politiker*innen

Lernen an politisch-historischen Orten